Google Ads Kampagnentyp

Mit dem richtigen Kampagnentyp bei Google Ads erreichen Sie Ihre Ziele

Sie möchten mit Google Ads werben und stehen kurz davor, Ihre erste Kampagne zu erstellen? Gleich zu Beginn werden Sie nach dem gewünschten Google Ads Kampagnentyp gefragt. Nur welchen wollen Sie jetzt wählen? Google bietet aktuell 8 verschiedene Kampagnentypen an. Da fällt die Wahl schwer. Entscheiden Sie sich für den falschen Kampagnentyp, kann es sein, dass Sie komplett am Ziel vorbei werben und viel Geld für Werbung ausgeben, die Ihnen gar nichts einbringt.
Deshalb stellen wir Ihnen in diesem Artikel sämtliche Arten von Google Ads Kampagnentypen detailliert vor und zeigen Ihnen, welcher Kampagnentyp für welches Ziel geeignet ist.

Kampagnenuebersicht

Kampagnentyp – Suchnetzwerk

Dieser Kampagnentyp ist der wohl meistverwendete und beliebteste aller Kampagnentypen. Mit einer Kampagne im Suchnetzwerk erstellen Sie Textanzeigen, die von den Nutzern nach Eingabe eines Suchbegriffs (Keyword) auf der Suchergebnisseite angezeigt werden. Mit diesen Textanzeigen erreichen Sie Nutzer genau dann, wenn sie nach Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung suchen. Der Streuverlust ist bei dieser Kampagnenart sehr gering.

Dieser Google Ads Kampagnentyp eignet sich vor allem dann, wenn Sie mehr Umsatz und Leads generieren oder einfach mehr Besucher auf Ihrer Website empfangen möchten.

Der Nachteil an einer Kampagne im Suchnetzwerk liegt darin, dass Ihre potenziellen Nutzer Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt bereits kennen müssen. Ist Ihr Produkt noch unbekannt, wird danach niemand suchen und das Suchvolumen ist eher gering. Sind Sie in einer Branche mit einer sehr starken Konkurrenz tätig und wirbt Ihre Konkurrenz ebenfalls bei Google Ads, sind die Klickkosten auf Ihre Anzeige wohl eher hoch.

Displaykampagnen

Anders als in Suchnetzwerk-Kampagnen können Sie in Displaykampagnen auch mit Bildanzeigen werben. Wie Sie bekanntlich wissen, erzählen Bilder mehr als tausend Worte. Die Anzeigen werden allerdings nicht auf der Suchergebnisseite bei Google ausgestrahlt, sondern auf ca. 3 Millionen verschiedenen Partnerwebsites von Google, diversen Apps und auch bei YouTube. Selbstverständlich können Sie bei der Kampagneneinstellung sehr genau steuern, wo und auf welchen Partnerwebsites Ihre Anzeige ausgestrahlt werden soll.
Displaykampagnen eigenen sich hervorragend, um Ihre Markenbekanntheit zu steigern oder um neue Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Der Nachteil einer Displaykampagne liegt darin, dass die Nutzer, welche Ihre Anzeige sehen, nicht explizit nach Ihrem Produkt suchen. Es handelt sich dabei eher um die sogenannte «Push-Strategie». Oftmals werden, je nachdem wo Ihre Anzeigen erscheinen, diese gar nicht mehr richtig wahrgenommen (=Bannerblindheit). Daher ist es sehr wichtig, dass Sie sich zuvor genau überlegen, wo Ihre Anzeigen im Displaynetzwerk ausgestrahlt werden. Bieten Sie beispielsweise Elektrogeräte an, macht es überhaupt keinen Sinn, wenn Ihre Anzeigen plötzlich auf einem Portal für Pflanzen erscheinen.

Shopping-Kampagnen

Mit Shopping-Kampagnen können Händler eines Onlineshops oder eines Geschäfts für ihre Produkte werben. Diese Anzeigen werden prominent mit Produktbild, Text, Preis und mit dem Namen des Geschäfts oder des Onlineshops auf der Suchergebnisseite von Google platziert. Um eine Google Ads Shopping-Kampagne zu starten, benötigen Sie ein Konto beim Google Merchant Center, in dem Sie sämtliche Produktedaten an Google übersenden. Mit diesen Shopping-Kampagnen haben Sie natürlich viele Vorteile: Sie erhalten deutlich mehr Zugriffe und relevante Leads. Bevor der Nutzer auf die Anzeige klickt, sieht er den Preis des Produkts. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit um ein Vielfaches, dass er das Produkt schlussendlich auch kauft.

Die Nachteile der Shopping-Kampagnen liegen darin, dass Google sehr strenge Richtlinien pflegt, welche Produkte nun beworben werden dürfen und welche nicht. Dadurch kommt es häufig auch zu Produktablehnungen. Wenn Sie zum ersten Mal eine Shopping-Kampagne starten möchten, ist der hohe Aufwand, bis alle Produktdaten richtig aufbereitet sind, ebenfalls nicht zu unterschätzen. Zu guter Letzt kennt auch Ihre Konkurrenz die Möglichkeit mit Google Shopping zu werben. Der direkte Wettbewerb kann dadurch zu einem echten Preiskampf werden. Google Shopping lohnt sich also nur dann, wenn Sie preislich mit Ihrer Konkurrenz mithalten können.

Kampagnentyp – Video

Videokampagnen von Google Ads, welche auf YouTube und im Displaynetzwerk geschaltet werden können, zählen nicht zu den Conversion-Boostern. Mit den Videokampagnen verfolgen Sie ein anderes Ziel, und zwar das der Steigerung der Marken- und Produktbekanntheit.
Bei Google Ads können Sie ansprechende Videokampagnen erstellen. Dabei können Sie zwischen aktuell sechs verschiedenen Videoanzeigenformate wählen: Überspringbare und nicht überspringbare In-Stream-Anzeigen, In-Feed-Videoanzeigen, Bumper-Anzeigen, Out-Stream-Anzeigen und Masthead-Anzeigen. Die entsprechenden Inhalte von Videoanzeigen müssen zwar auf YouTube präsentiert werden, die Anzeigen selbst können jedoch sowohl auf YouTube oder auf anderen Website von Google-Videopartnern ausgeliefert werden.

Der Vorteil einer Videoanzeige liegt klar darin, dass sich Nutzer Videos gerne anschauen. Packende Videos mit einer klaren Botschaft bleiben Ihren Besuchern viel länger im Gedächtnis als Bilder oder gar nur Texte. Auf der anderen Seite ist die Produktion eines professionellen Videos (und das Video sollte auf jeden Fall professionell sein, um Ihre Nutzer erreichen zu können) mit sehr viel Aufwand und je nachdem hohen Kosten verbunden.

Hier erfahren Sie mehr über die einzelnen Videoanzeigenformate.

App-Kampagnen

Sie betreiben eine App und möchten, dass viele Nutzer Ihre App herunterladen? Mit den sogenannten App-Kampagnen von Google Ads können Sie genau dieses Ziel erreichen, indem diese Anzeigen auf allen großen Plattformen von Google (Google Suche, Google Play, YouTube, usw.) ausgestrahlt werden.

Das Erstellen einer App-Kampagne ist denkbar einfach. Sie müssen nur ein paar Werbezeilen verfassen, ein Gebot abgeben und einige Assets hinzufügen. Den Rest übernimmt dann Google.
Bei den App-Kampagnen müssen Sie sich zwischen drei verschiedenen Unterkampagnentypen entscheiden: App-Installationen (wenn Sie Nutzer erreichen möchten, die Ihre App installieren sollen), App-Interaktionskampagnen (wenn Sie Nutzer erreichen möchten, die Ihre App bereits installiert haben und Sie das Ziel haben, dass die App-Nutzer mit Ihrer App interagieren) oder die App-Vorregistrierung (wenn Sie Interesse an Ihrer App wecken möchten, bevor Sie auf Google Play veröffentlicht wird).

Sie möchten mehr über die App-Kampagnen erfahren?

Kampagnen für maximale Performance

Dieser Google Ads Kampagnentyp ist noch neu und basiert auf Zielvorhaben. Der wohl größte Vorteil dieses Kampagnentyps liegt darin, dass Sie mit nur einer einzigen Kampagne auf das gesamte Google Ads-Inventar zurückgreifen können. Abgedeckt wird dabei das Google-Suchnetzwerk, das Displaynetzwerk, das Discovery Werbenetzwerk, YouTube und Google-Maps. Diese Kampagnen eignen sich hauptsächlich für die Steigerung der On- und Offlineverkäufe wie auch zur Leadgenerierung. Voraussetzung zur erfolgreichen Nutzung dieser Kampagne ist das eingerichtete Conversion-Tracking, da die Kampagne anhand einer Maximierung der Conversions bzw. des Conversion-Werts automatisiert ausgerichtet wird. Google legt dabei großen Wert auf das maschinelle Lernen, was für viele Werbetreibende gleichzeitig ein Nachteil ist. Vollautomatisch bedeutet in diesem Fall, dass Sie nicht mehr viele Dinge selbst steuern können oder müssen. Bei der Performance Max-Kampagne übernimmt der Google Algorithmus die wichtigsten Aufgaben wie Erstellung sowie Ausspielung der Anzeigen. Das bedeutet für Sie zwar weniger Aufwand, dennoch haben Sie auch weniger Kontrolle über die Optimierung und Entwicklung der Kampagne.
Wenn Sie für die Erstellung und Optimierung Ihres Google Ads-Kontos nur wenig Zeit zur Verfügung haben, kann eine Performance Max Kampagne für Sie die richtige Wahl sein.

Kampagnentyp Smart

Eine smarte Kampagne (ehemals Google AdWords Express) ist hauptsächlich für kleine und lokale Unternehmen mit geringen zeitlichen Kapazitäten und wenig Erfahrung im Bereich Google Ads gedacht. Mit diesem eher neueren Google Ads Kampagnentyp soll es Ihnen erleichtert werden, den Schritt hin zu bezahlten Anzeigen zu wagen. Durch diese einfache und zeitsparende Werbetechnologie soll es auch den kleinen Unternehmen möglich sein, potenzielle Kunden effektiver ansprechen zu können.
Beim Start der Kampagne erzählen Sie Google von Ihrem Unternehmen und setzen Ihre Ziele fest. Anschließend wählen Sie keine einzelnen Keywords aus, wie beispielsweise bei einer normalen Suchnetzwerk-Kampagne, sondern Keyword-Themen, zu denen Ihr Unternehmen passt. Falls gewünscht können Sie Ihren Standort oder gar Ihr Google My Business-Profil angeben. Dadurch können Sie Ihre Ergebnisse positiv stärken. Anschließend müssen Sie nur noch Ihre Anzeigen schreiben und Ihr Budget festlegen. Den Rest übernimmt Google mittels maschinellem Lernen.

Der Vorteil dieser smarten Kampagnen liegt klar in der Zeitersparnis und dass auch Werbetreibende mit sehr wenig Erfahrung einigermassen akzeptable Ergebnisse erzielen können. Die Kampagnen sind sofort einsetzbar und die Optimierung bringt nur einen geringen Verwaltungsaufwand mit sich.
Nachteilig sind sicherlich die mangelnde Einstellungs- und Steuerungsmöglichkeiten, da Google bei diesen Kampagnentypen vieles übernimmt.

Discovery-Kampagnen

Discovery Ads sind ebenfalls ein neueres Kampagnenschema im Bereich Google Ads. Die entsprechenden Anzeigen dieses Kampagnentyps finden sich im Discover Feed auf dem Smartphone, im Gmail-Account und im YouTube-Startseitenfeed wieder. Eine wichtige und einzigartige Werbebotschaft kann so über drei Kanäle verbreitet werden und begleitet den Nutzer durch die verschiedenen Phasen entlang seiner Customer Journey.
Discovery Ads eignen sich gut als Ergänzung zu den bisherigen Kampagnen, sofern sie zu Ihren Marketingzielen passen und Sie noch etwas Budget zum Testen übrig haben. Vor allem in Bezug auf die Reichweitensteigerung sind Discovery Ads sehr spannend. Durch die Möglichkeit mit den Karussell-Anzeigen, mit denen Sie verschiedene Creatives miteinander verbinden können, können Sie potenzielle Kunden durch Storytelling wunderbar erreichen. Dabei können individuelle Geschichten erzählt und Informationen visuell aufeinander abgestimmt werden – besser als es mit einem einzelnen Creative möglich wäre.

Fazit

Nun haben wir Ihnen sämtliche Kampagnentypen in einem Überblick vorgestellt. Falls Sie sich näher für einen der verschiedenen Kampagnentypen interessieren, klicken Sie im jeweiligen Abschnitt auf den Link. Wir erklären Ihnen, wie Sie die jeweilige Kampagne erstellen und worauf Sie genau achten müssen. Es erwarten Sie viele weitere Tipps und Tricks.
Sie haben Fragen dazu oder möchten die Kampagnen lieber durch uns erstellen lassen? Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.