Google AdWords für Anfänger

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Google AdWords für Anfänger

Google AdWords ist das Anzeigeprogramm von Google. Mit AdWords schalten Sie auf der Suchergebnisseite von Google (kurz SERP) kleine Anzeigen, die für den jeweiligen Suchenden von großer Bedeutung sind. Der Vorteil von Google AdWords liegt hauptsächlich darin, dass Sie so gut wie keinen Streuverlust erleiden. Ihre Anzeigen (sofern Ihr Google AdWords-Konto optimal eingerichtet und optimiert ist) werden nur denjenigen Nutzern angezeigt, die auch wirklich nach Ihrem Produkt oder nach Ihrer Dienstleistung suchen.

Google AdWords gibt es seit dem Jahr 2000 und wird ständig weiterentwickelt. Mittlerweile ist es nicht nur möglich Anzeigen in der Suchergebnisseite zu schalten, sondern ebenfalls auf den über 2 Millionen verschiedenen Partnerseiten von Google. Sie können stets sehr genau bestimmen, wer Ihre Anzeigen sehen soll und wer nicht. Für Onlineshop-Betreiber können sogenannte Shopping-Anzeigen erstellt werden, so dass Ihr beworbenes Produkt bereits mit Bild und Preis auf den Suchergebnisseiten oder im Google Shopping Bereich angezeigt werden.

Google hat noch viele weitere nette Features. Dies hat aber zur Folge, dass das ganze Tool im Laufe der Zeit extrem komplex und sehr umfangreich wurde. Sollten Sie vorhaben, innerhalb von 10 Minuten ohne Ziele und ohne Vorkenntnisse Ihr AdWords-Konto einzurichten, wird das mit grösster Wahrscheinlichkeit schief gehen. Daher werde ich Ihnen nachfolgend die häufigsten Anfängerfehler mit Google AdWords auflisten, in der Hoffnung, dass auch Sie mit Google AdWords erfolgreich neue Kunden an Land ziehen können.

Keine Ziele definiert

Den Fehler, den wohl die meisten Werbetreibende zu Beginn begehen, dass sie mit Google AdWords werben, ohne genau zu wissen, was sie damit überhaupt erreichen wollen.

Bevor Sie also mit Google AdWords beginnen, fragen Sie sich zunächst, was Ihr Ziel ist. Möchten Sie zum Beispiel einfach mehr Traffic auf Ihrer Seite? Oder möchten Sie potentielle Kunden zum Kauf Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung animieren? Möchten Sie, dass möglichst viele Besucher Ihren Newsletter abonnieren? Bieten Sie eine eigene App an und möchten, dass sie von möglichst vielen Nutzern heruntergeladen wird? Oder möchten Sie einfach nur den Bekanntheitsgrad Ihres Unternehmens stärken?

Nur wenn Sie Ihr Ziel genau kennen, können Sie Kampagnen einrichten und Anzeigen erstellen und Ihr Konto schlussendlich optimieren, so dass Sie den bestmöglichen ROI (Return of Investment) erzielen.

Keine klare Konto-Struktur

Wenn ein neuer Kunde zu uns kommt, der bereits mit Google AdWords seine Versuche gestartet hat, kommt es nicht selten vor, dass das Konto aus nur einer Kampagne, einer Anzeigengruppe, einer Anzeige und etwa 200 bis 300 verschiedenen Keywords besteht, die so gar nicht zusammenpassen. Von Konto-Struktur kann hier keine Rede sein. Das Problem liegt darin, dass Keywords, die nicht exakt zur Anzeige und zur Zielseite passen, einen relativ schlechten Qualitätsfaktor aufweisen. Sobald Sie einen schlechten Qualitätsfaktor haben, müssen Sie automatisch mehr für Ihr Keyword bieten um den gleichen Anzeigenrang zu ergattern.

Strukturieren Sie Ihr Konto ähnlich wie Ihre eigene Webseite. Pro Hauptkategorie erstellen Sie eine Kampagne und pro Unterkategorie eine Anzeigengruppe. Fassen Sie passende Keywords jeweils in eine Anzeigengruppe und entwerfen Sie dazu mindestens 2 passende Anzeigen.

Falsche Auswahl Ihrer Keywords

Bevor Sie Ihr Google AdWords-Konto einrichten, ist eine fundierte Keyword-Recherche unerlässlich. Bei der Keyword-Recherche geht es darum herauszufinden, welche Suchbegriffe Ihre potentiellen Kunden bei der Google-Suche eingeben, Ihre Anzeige sehen und schlussendlich auf Ihrer Webseite landen. Benutzen Sie falsche Keywords oder missachten die Keyword-Optionen, werden Sie häufige Klicks von Nutzern erhalten, die an Ihrem Produkte oder an Ihrer Dienstleistung überhaupt nicht interessiert sind und Ihre Webseite innerhalb weniger Sekunden wieder verlassen.
Um geeignete Keywords (es müssen dabei nicht einzelne Wörter sein – verwenden Sie auch Keyword-Gruppen mit 2-3 Wörtern) gibt es mehrere Möglichkeiten:

Werden Sie vom Verkäufer/Dienstleister zum Kunden. Fragen Sie sich, welche Suchbegriffe Sie eingeben würden, um Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung zu finden.

Fragen Sie Personen in Ihrem Umfeld, welche Suchbegriffe sie eingeben würden. Es sollte sich natürlich um Personen handeln, die Ihr Produkt gut kennen.

Nutzen Sie das Extra-Tool von Google – den Keyword-Planer um weitere Keywords zu finden, die zu Ihrem Angebot passen.

Nutzen Sie Google Suggest (dabei handelt es sich um die Vorschlagssuche, bei der während des Tippens in die Google Suchmaske beliebte und häufig gesuchte Begriffe aufgeführt werden)

Nutzen Sie verwandte Suchanfrage am Ende der Suchergebnisseite

Mit diesen zahlreichen Möglichkeiten werden Sie auf jeden Fall die passenden Keywords finden.

Keine ausgeschlossenen Keywords

Genauso wichtig wie die Keywords, die Sie einbuchen um von Ihren potentiellen Kunden gefunden zu werden, sind die auszuschließenden Keywords. Mit ausgeschlossenen Keywords können Sie bestimmen, wann Ihre Anzeige nicht ausgestrahlt werden soll.
Nehmen wir folgendes Beispiel: Sie sind Autohändler und verkaufend vorwiegend die Marke VW Golf. Ohne auszuschließende Keywords werden Sie im Laufe der Zeit wohl einige Klicks von Nutzern erhalten, die an der Sportart Golf interessiert sind. Sie sollten also Keywords wie „Golf Schläger“ und „Golf Plätze“ usw. ausschließen.

Möchten Sie Ihr Produkt verkaufen und nicht verschenken? Dann sollten Sie bei den ausschließenden Keywords unbedingt „kostenlos“ und „gratis“ einbuchen.

Tipp: sobald Sie einige Daten in Ihrem Google AdWords-Konto gesammelt haben, klicken Sie auf den Reiter „Suchbegriffe“. Dort können Sie sehen, welche Suchbegriffe Ihre Nutzer tatsächlich eingeben haben. Möglicherweise finden Sie hier Keywords, welche nicht zu Ihrem Angebot passen und können sie ausschließen.

Schlechte Anzeigentexte – Keine Keywords im Anzeigentext

Ihre Anzeigentexte auf der Suchergebnisseite von Google sind das erste, was Ihr potentieller Kunde sieht. Daher müssen Sie zwingend darauf achten, dass die Anzeige Ihren potentiellen Kunden fesselt und ihn zum klicken animiert. Vermeiden Sie aber banale Sätze wie „Klicken Sie hier“ oder „Hier klicken“. Einerseits verstoßen Sie damit gegen die Richtlinien von Google AdWords und andererseits sind solche Floskeln nichts aussagend. Sie müssen dem Nutzer in Ihrer Anzeige klar machen, was ihn auf Ihrer Webseite erwartet und Ihre Vorteile herausheben. Nehmen Sie Ihren potentiellen Kunden an die Hand und erklären Sie ihm mittels der sogenannten „Call to Action“, was er auf Ihrer Seite als nächstes tun soll. Bieten Sie beispielsweise gerade einen Rabatt auf Ihr Produkt an? Erwähnen Sie es! Bieten Sie eine kostenlose Offerte für Ihre Dienstleistung an? Erwähnen Sie es! Halten Sie sich aber möglichst kurz beim Schreiben Ihrer Anzeigen, da die Anzahl Buchstaben begrenzt ist.

Google achtet sehr auf die Nutzererfahrung Ihrer Anzeige. Dies wird mit dem Qualitätsfaktor von jedem Keyword angegeben. Es wird dabei überprüft, ob die Anzeige zum entsprechenden Keyword passt, aber auch, ob die Anzeige mit der Landingpage übereinstimmt. Achten Sie daher zwingend darauf, dass das entsprechende Keyword im Anzeigentext vorkommt, wenn möglich sogar in der Überschrift.

Falsche Landingpage

Ein großer Fehler besteht auch darin, dass viele Werbetreibende den Link von der Anzeige jeweils auf die Startseite setzen, obwohl sich das erwähnte Angebot auf einer Unterseite befindet. Die Folge davon ist, dass ein Besucher Ihre Webseite schnell wieder verlässt, sollte er nicht gleich auf der richtigen Seite landen, die ihn interessiert. Oder klicken Sie sich gerne durch zahlreiche Webseiten, bis Sie endlich gefunden haben wonach Sie suchten? Setzen Sie den Link Ihrer Anzeige also gleich immer auf die betreffende Seite. Wenn Sie beispielsweise ein Produkt verkaufen, ist die Produktseite, wo der Besucher das Produkt gleich sehen und kaufen kann, die beste Wahl.

Keine Anzeigenerweiterungen

Was? Jetzt auch noch Anzeigenerweiterungen? Ich habe doch bereits meine Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen erstellt und passende Keywords eingebucht? Ja, denn niemand hat behauptet, dass das Erstellen eines Google AdWords-Kontos nicht zeitaufwändig sei – jedoch einen Aufwand, der sich mit Sicherheit lohnt.

Anzeigenerweiterungen sind, wie es der Name bereits verrät, Erweiterungen Ihrer Anzeigen. Mit den Anzeigenerweiterungen haben Sie folgende Möglichkeiten:

Mit Sitelink-Erweiterungen haben Sie die Möglichkeit, weitere Links in Ihrer Anzeige aufzunehmen. So können Sie zusätzlich auf häufig besuchte Webseitenbereiche verlinken.

Standorterweiterungen enthalten Ihre Adresse, Telefonnummer und weitere Informationen zum jeweiligen Standort. So ermöglichen Sie es Ihren Besuchern Ihr Geschäft einfacher zu finden.

Sie möchten, dass Ihre potentiellen Kunden Sie anrufen können? Richten Sie die Anruferweiterung ein und Ihre Nutzer können über eine Schaltfläche in Ihrer Anzeige direkt anrufen, sofern Ihr Nutzer ein Gerät verwendet, mit dem Anrufe getätigt werden können. Ansonsten wird Ihre Rufnummer in Ihrer Anzeige ausgeliefert.

Mit Zusatzfunktionen können Sie Nutzer noch besser über Ihr Angebot informieren. Bieten Sie beispielsweise einen kostenlosen Versand an? Erwähnen Sie es hier! Erwähnen Sie alle Punkte, die Sie von Ihrer Konkurrenz abheben lassen.

Wie sprechen Kunden über Ihr Unternehmen? Existieren positive Rezensionen über Ihre Firma von treuen Kunden aus einer seriösen Quelle? Dann können Sie Ihre Anzeige mit positiven Kundenstimmen erweitern.

Sie bieten eine App an? Lassen Sie es Ihre Besucher wissen und bieten Sie Ihre App über die Erweiterung an. Über den Link gelangen Ihre Besucher direkt in den App-Store und können dort Ihre App herunterladen.

Sie möchten, dass Ihre potentiellen Kunden Sie via SMS erreichen können? Mit nur einem Klick können Nutzer Ihrem Unternehmen eine SMS senden. Oftmals sind potentielle Kunden zu Beginn etwas zurückhaltend und haben großen Respekt davor, bei einem Telefonanruf von einem professionellen Verkäufer überrumpelt zu werden. Daher bietet sich die Nachrichtenerweiterung als perfekte Ergänzung, um auch eher zurückhaltende Kunden für sich gewinnen zu können.

Preiserweiterungen und Partnerstandorterweiterungen sind weitere Möglichkeiten, die Google jedoch erst vor kurzer Zeit eingeführt hat.

Mit diesen zahlreichen Erweiterungen haben Sie die Möglichkeit Ihre potentiellen Kunden einerseits besser über Ihr Angebot zu informieren. Andererseits wirkt durch diese Zugaben Ihre Anzeige auch grösser und mächtiger. Beachten Sie jedoch, dass Google nicht bei jeder Anzeigenschaltung sämtliche Erweiterungen ausstrahlt. Mit einem komplexen Algorithmus wählt Google von Fall zu Fall die besten Möglichkeiten aus. Selbstverständlich müssen Sie einen gewissen Anzeigenrang erreichen um überhaupt Erweiterungen ausstrahlen lassen zu können.

Das Konto sich selbst überlassen

Gut. Das Konto steht, die Kampagnen und Anzeigengruppen sind eingerichtet. Außerdem haben Sie verkaufsstarke Anzeigentexte entwickelt und die passenden Keywords in die jeweiligen Anzeigengruppen eingebucht. Herzlichen Glückwunsch. Ihre Arbeit ist nun beendet und wir sehen uns in 2 Jahren wieder.

Ein Fehler, den leider sehr viele Werbetreibende begehen. Mit der Erstellung Ihres Kontos ist es bei weitem nicht getan. Die richtige Arbeit beginnt eigentlich erst jetzt.
Google AdWords spuckt Ihnen täglich sehr viele Daten aus, die zwingend analysiert werden müssen um Ihr Konto und Ihre Anzeigenleistung weiter verbessern zu können.

Kein Conversion Tracking

Wissen Sie welche Keywords die rentabelsten in Ihrem Konto sind und Ihnen den besten Erfolg bringen? Ohne Google Conversion Tracking wohl kaum. Sie können zwar erkennen, welche Keywords Ihnen die meisten Klicks bringen, aber mit Klicks alleine haben Sie noch nichts verkauft.

Mit dem Conversion Tracking von Google AdWords erkennen Sie, welche Suchbegriffe Ihre Kunden bei der Google Suche eingegeben haben und anschliessend auf Ihrer Seite etwas gekauft haben. Eine Conversion ist eine Handlung Ihrer Webseiten-Besucher, die für Sie besonders wertvoll ist. Das kann beispielsweise der Kauf eines Produkts sein, die Anmeldung für Ihren Newsletter oder das Ausfüllen eines Kontaktformulars.
Möchten Sie mit Google AdWords besonders rentabel werben, ist die Einrichtung des Conversion Trackings Pflicht.

Mit diesem Beitrag erhoffe ich mir, dass vor allem Neulinge im Bereich Google AdWords den Überblick behalten und die häufigsten Fehler gleich von Beginn weg vermeiden können. Sofern Sie Fragen oder Anregungen zu einem dieser Punkte haben, zögern Sie nicht und hinterlassen mir eine Nachricht.

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